Der Heilige Rochus

Über sein Leben

Als Sohn reicher Eltern wurde RochusRochus im Jahr 1295 in Montpellier geboren. Mit ca. 20 Jahren verlor er kurz nacheinander seine Eltern. Er verschenkte daraufh in deren Vermögen und ging zu den Franziskanern ins Kloster. Im Alter von 22 Jahren pilgerte er nach Rom. Auf seiner Wanderschaft half er bei der Pflege von Pestkranken, wobei er viele nur durch das Zeichen des Kreuzes heilte. Auch in Rom blieb er trotz seiner Heilungen arm und auf seiner Rückreise erkrankte er selbst an der Pest. Da man ihm im Krankenhaus wegen seiner Armut nicht half, zog er in eine Hütte im Wald. Dort pflegte ihn nach der Legende ein Engel und der Hund eines Nachbarn brachte ihm Brot. Als dies sein Herr sah, brachte dieser Rochus das Essen, bis er wieder gesund war. Nach 5 Jahren Pilgerschaft kehrte Rochus wieder in seine Heimatstadt zurück, wo er aber wegen seiner schrecklichen Narben nicht erkannt wurde und als Spion in den Kerker kam. Demütig wie er war, gab Rochus sich nicht zu erkennen und starb nach weiteren 5 Jahren im  Gefängnis. Erst wegen seines kreuzförmigen Muttermales auf der Brust, das seit seiner Geburt immer größer geworden war, erkannte man ihn.

Verehrung

Schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde Rochus in Südfrankreich verehrt und Ende des Jahrhunderts wurde ein Teil seiner Gebeine nach Venedig gebracht, wo ihm zu Ehren
die Kirche San Rocco erbaut wurde. Rochus (sein Name bedeutet übrigens Fels) wurde ein im Volk sehr beliebter Heiliger und die Pestkrankenhäuser nannte man Rochus-Hospital. Da er Franziskaner-Mönch war, förderten diese sehr seine Verehrung. Die Grabstätte des Heiligen soll in Ruffano, in Apulien, sein und alljährlich gibt es dort ein großes Patronatsfest. Auch auf den Rochus-Berg bei Bingen findet einmal im Jahr eine Wallfahrt statt, die schon Johann Wolfgang von Goethe geschildert hat. Der Hl. Rochus ist der Patron der Gefangenen, Kranken, Ärzte, Apotheker, Bauern, Gärtner, Kunsthändler, Bürstenbinder und Totengräber. Seine Statue steht in unserer Kirche am rechten Seitenaltar, rechts. Er wird auch angerufen bei Erkrankungen des Viehs, bei Seuchen, Tollwut, Beinleiden und Unglücksfällen.
Bauernregel: Wenn St. Rochus (16. August) trübe schaut, kommt die Raupe in das Kraut.