Kreuz der Hoffnung

Dieses Kreuz im Zentrum des Gemeindefriedhofs fällt dadurch auf, dass sich Christus vom Kreuz loslöst.
Dazu die Erklärung des damaligen Pfarrers P. Paulus Kamper:
„Die Legende erzählt, der heilige Bernhard von Clairvaux habe eine so innige Beziehung zum gekreuzigten Christus gehabt, dass dieser sich vom Kreuz gelöst und den Heiligen umarmt habe. So wird der Heilige in vielen Gemälden, unter anderem auch in einem Deckenfresko der Stiftsbasilika Rein, dargestellt.
Eine figurale Darstellung des sich vom Kreuz lösenden Christus ist mir unbekannt. Eine solche Kreuzesdarstellung in einem Friedhof hat einen sehr tröstenden Charakter. Es gehört zu den größten Schmerzerfahrung des Lebens am Grab eines nahestehenden Menschen zu verweilen. Der sich vom Kreuz neigende Christus nimmt das Leid der Menschen an und hilft dem Einzelnen, sein persönliches Kreuz zu tragen. Die ausgebreiteten Arme Christi sind ein Hinweis, dass er den trauernden Hinterbliebenen ,unter die Arm greift’.
Für den glauben Christen ist der Tod trotz seines Schmerzes nicht Schlusspunkt, sondern ein Hinübergehen zu neuem, unzerstörbaren Leben. ,Er wird alle Tränen abwischen. Der Tod wird nicht mehr sein, keine Klage, keine Mühsal. Denn, was früher war, ist vergangen. Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu.’ (Offenbarung 21,4-5). Der sich den in Gräbern liegenden Verstorbenen zuneigende Christus weist darauf hin, dass der gekreuzigte und auferstandene Herr die Gläubigen zu sich aufnimmt.”