Klima und Energie

Am 1.10.2018 hat die Diözese eine „Klima- und Energiestrategie“ in Kraft gesetzt,, in der auch konkrete Maßnahmen in den Pfarren geplant sind. Wie bei der “Schöpfungsfreundlichen Pfarre” gibt es auch eine Broschüre mit Konkretisierungen. Wie diese in einer Pfarre umgesetzt werden könnten, wollen wir hier anhand der Maßnahmen in unserer Pfarre zeigen.

Das erste Ziel ist die Senkung des Energiebedarfs bis 2022 um 10% gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2012-2015. Seit 2008 wurde vom Umwelt-Team Enormes geleistet; dadurch fällt dieser Kontrollzeitraum ungünstig. Zudem ist die Anzahl der Veranstaltungen und Benutzung der Räumlichkeiten im Pfarrheim beachtlich gestiegen. Doch bereits 2018 ist eine 15%ige Senkung (gegenüber 2008-2011 sogar 24%) erreicht. Die Kenntnis und das Monitoring der entsprechenden Zahlen, die Erhebung des Zustandes der Gebäude und Energiecheck sind die Basis, an Hand derer die Pfarre Maßnahmen setzt. Es geht noch besser. Es wird weiter saniert und verbessert: Wärmesanierung Pfarrheim, Fenstersanierung, … .
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Auch die im zweites Ziel aufgelisteten Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sind fast alle schon umgesetzt: LED-Lampen, Thermostaten, Bewegungssensoren, … .
Nicht immer ist eine am Anfang favorisierte Maßnahme auch jene, die bei genauer Betrachtungsweise die Beste ist. Ökologische Lösungen wurden bei uns ökonomisch betrachtet und am Ende zeigte es sich ökologisch besser als mit der ursprünglichen Idee. So haben wir Umweltschutz verbessert und viel gespart. Im Energiebereich war dies bei der Heizung in der Kirche und beim Warmwasser im Pfarrheim.
Manchmal muss auch Energie eingesetzt werden, um etwas zu erleichtern und zu verbessern oder um neue Wege zu gehen. Strom kann andere Energieformen (z.B. Verbrennungswärme) manchmal durch Effizienz ersetzen. In schwierigen Zeiten gilt es kreativ zu sein und mit elektrischer Energie kann auch Energie in Form von menschlicher Arbeit und Engagement effizienter machen. Daher zählen bei uns gut ausgeleuchtete Arbeitsbereiche oder Einladung mit Leuchtbuchstaben, zu Covid-19-Zeiten trotzdem in die Kirche zu kommen, im weiteren Sinne zu Energieeffizienz.
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Das dritte Ziel ist die „Deckung des verbleibenden Energiebedarfs durch erneuerbare Energien“. Im Dezember 2016 wurde auf Nahwärme umgestellt, die als industrielle Abwärme den erneuerbaren Energien gleichgestellt ist und als CO2-neutral gilt. Beim Strom wurde bereits 2011 auf zertifizierten ÖKO-Strom (UZ46 = CO2-neutral) umgestellt. Solarthermie wird bereits seit 2005 zur Heizungsunterstützung in der Pfarrkirche genutzt. 2020 wurde am Pfarrheim im Zuge der Dachdeckensanierung eine PV-Anlage installiert und somit produziert die Pfarre nun auch selbst Strom.

Die Pfarre verursacht bei der Energie also kein CO2.
Allerdings verursachen Verkehr und Konsum von Gütern CO2. Durch Umsetzung der nachhaltigen Beschaffungsordnung wird dieser Wert aber gering gehalten. Andererseits reduziert die Pfarre sehr viel CO2 durch den Kostnixladen, denn die Vermeidung von Einkauf durch Weiterverwendung sowie eine enorme Reduzierung von Müll durch Weitergabe abgeschriebener Lebensmittel, spielt bei der Reduzierung des Ausstoßes dieses Treibhausgases eine wichtige Rolle. Die Pfarre ist also nicht CO2-neutral, sondern reduziert in Summe dieses sogar noch effektiv.
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Dieses Engagement der Pfarre beruht darauf, dass wir das Umweltmanagementsystem EMAS eingeführt haben und eine Klimabündnis-Pfarre sind. Wir weisen daher in der Diözese auch immer daraufhin, dass diese dahinterstehenden Organisationen (Verein zur Förderung der kirchlichen Umweltarbeit, Klimabündnis) die Pfarren (und auch die Diözese selbst) bei der Umsetzung der Klima- und Energiestrategie unterstützen können. Seit 2021 wurde auf Initiative unserer Pfarre eine Zusammenarbeit der Diözesanen Wirtschaftsdirektion mit Klimabündnis begonnen. Klimabündnis ist bereit, die Pfarren bei der Umsetzung der Klima- und Energiestrategie der Diözese zu unterstützen. Eine entsprechend virtuelle Info-Veranstaltung hatte im Frühjahr viele Besucher aus vielen Pfarren. Neben der Ansprechpartnerin Katharina Schwarzbauer in der Wirtschaftsdirektion können die Pfarren auch mit Anja Stenglein von Klimabündnis Steiermark Kontakt aufnehmen, um bestmögliche Maßnahmen im Sinne dieser Strategie zu planen und umzusetzen.