Der Heilige Pankratius

Legende

Pankratius, dieser Name Pankratiusbedeutet „Der alles Besiegende“ wurde um 290 n. Chr. als Sohn eines reichen Römers in der heutigen Türkei geboren. Nach der Legende kam der schon früh Verwaiste im Jahre 303 mit seinem Onkel Dionys nach Rom, in die Heimatstadt seines Vaters, zurück und half den verfolgten Christen mit seinem ererbten Vermögen. Ganz besonders nahm er sich der Menschen an, die wegen ihres Glaubens gefangen gehalten wurden. Nachdem auch sein Onkel verstorben war, konnte den 14-Jährigen niemand mehr vor den Verfolgungen des Kaisers Diokletian schützen. Da er sich standhaft weigerte, dem christlichen Glauben abzuschwören, wurde Pankratius öffentlich enthauptet. Seinen Leichnam sollten die Hunde auffressen. Dies konnte eine Christin unter Lebensgefahr verhindern und sie bestattete ihn in den Katakomben an der Via Aurelia.

Verehrung

Um 500 n. Chr. wurde unter Papst Symmachus über seinem Grab eine Kirche gebaut. Heute steht dort die Ecclesia S. Pancracio fuori le mura . Der Hl. Pankratius ist der Patron
der Ritter und Adeligen. Aus diesem Grund wurden ihm auch zahlreiche Burgkapellen geweiht, so zum Beispiel die Kapelle der Burg Liechtenstein, die bereits im Jahre 1165 erbaut wurde und die noch heute steht. Ein anderes Beispiel ist die schon im Jahre 1476 erwähnte Pankratius-Kapelle der Burg Mödling. In Gießen (Deutschland) bestand ebenfalls seit dem 13. Jahrhundert eine Pankratius-Kirche, deren Nachfolgerin die heutige evangelische Pankratius-Kapelle ist. Die evangelische Kirchengemeinde von Gießen nennt sich heute noch Pankratius-Gemeinde .
Über die Eisheiligen, 12. bis 15. Mai, von denen Pankratius der erste ist, gibt es viele Sprüche und Bauernregeln:

  • Pankratius und Servatius sieht man ungern, denn dies sind 2 gestrenge Herrn.
  • Pankraz und Urban ohne Regen, bringen reichen Erntesegen.
  • Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind 3 frostige Bazi. Am Schluss fehlt nie die kalte Sophie.