Mobilität – Fußwege, Fahrrad fahren, Autofahrten reduzieren

Die Wichtigkeit des Kirchgangs

Das gemeinsame Feiern des Gottesdienstes ist das zentrale Element jeder Pfarrgemeinde. Daher soll der Kirchenbesuch für alle gut ermöglicht werden. Zu einem Kirchenbesuch gehört bei uns der anschließende Pfarrkaffee im Pfarrheim, als auch sonst für die Besucher gut zu sorgen.
Es braucht sichere Wege ohne Hindernisse und ein gutes Angebot an Abstellplätzen. Die Dominanz des PKW hatte hier aber für Probleme gesorgt und es galt ordnend einzugreifen.
An 4 Sonntagen ist das Thema Mobilität im Pfarrkalender jährlich verankert: Autofasten, Christopherus-Sonntag, Pfarrfest und Autofreier Sonntag.
Auf dieser Seite findet sich, was man sonst noch alles machen kann.

Durchbruch zum Seniorenheim und Barrierefreiheit

Der Weg für die Bewohnerinnen/Bewohner des Seniorheims zur Kirche wurde 2018 von 300 m (mit Höhendifferenzen und entlang der Straße) auf einen kleinen ebenen Weg auf 30 m verkürzt, der auch mit Rollstuhl oder Rollator leicht bewältigt werden kann. Der Haupteingang der Kirche wurde barrierefrei gemacht und auch der Pfarrsaal, Jugendraum und Kostnixladen sind nun barrierefrei erreichbar. Das WC beim Pfarrsaal wurde zu einem Behinderten-WC adaptiert und neben dem Jugendraum wurde ein neues Behinderten-WC errichtet.

 

Pfarrfest und “Radeln für St. Stefan”

Jedes Jahr fand am Tag vor dem Pfarrfest das “Radln für St. Stefan” statt, wo viele Menschen gemeinsam den Spaß am Radfahren erlebten. Durch die Veränderung des Klimas waren die Ausfahrten ab 2013 jedes Mal durch die extreme Hitze geprägt. Die Tour für die Familien mit Kleinkindern musste abgesagt werden und die Teilnehmerzahlen sanken.
Statt dessen wurde nun 2019 das Pfarrfest zugleich zu einer “Radeln für St. Stefan” – Veranstaltung. Die Bevölkerung wird eingeladen, statt mit dem Auto mit dem Fahrrad oder zu Fuß zum Pfarrfest zu kommen. Für die Fahrräder gibt es nun den Gratis-Check (Sicherheit, notwendige Wartungsarbeiten, Empfehlungen für Erhalt bzw. notwendige Investitionen) direkt beim Pfarrfest anstatt am Samstag. Für die Kinder gibt es einen Geschicklichkeitsparcours.

2014 gab es den Fahrrad-Check. Ein Service-Team von Bicycle hat die Räder auf Verkehrssicherheit kontrolliert, kleine Wartungsarbeiten durchgeführt und beraten;  gefördert vom Land Steiermark. Die Aktion ist seither fixer Bestandteil der Veranstaltung.

2013 ermutigt das Umwelt-Team dieTeilnehmer von “Radln für St. Stefan” auch sonst öfter das Rad zu benutzen. Mit der Anmeldekarte wurde ein lustiges Pickerl und ein Info-Falter von ARGUS mitgegeben. Weitere Pickerl (u.a. Reflektoren), Falter zum Radfahren mit Kindern, zum Einkaufen mit dem Fahrrad und zur Aktion Licht und Technik und Gratis-Exemplare der Zeitschrift “Drahtesel” gab es dann beim Pfarrfest am Infostand des Umwelt-Teams.

Bis 2012 gab es beim Pfarrfest jedes Jahr Elektro-Fahrräder zum Probefahren (von Jugendbeschäftigungsprojekt Bicycle oder vom regionalen Fahrradhändler Janger) und die Fahrradanhänger aus VinziNestdem “Arbeit statt Betteln”-Projekt  der Vinzi-Gemeinschaft.

Fahrradabstellplatz mit Stromtankstelle

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Um das Radfahren im Alltag zur Kirche, Pfarrhaus oder “nur” zur Bushaltestelle Kirchplatz zu fördern, wurde eine öffentliche Fahrradabstellanlage errichtet. Mit dem bereits geplanten Umbau sollen diese Abstellplätze auch überdacht werden. Darunter findet dann unser sehr schöner Fahrradständer (Bikebird) für 10 Räder Platz.  Dabei werden wir vom diözesanen Arbeitskreis Nachhaltigkeit und vom (Rad-)Land Steiermark unterstützt. Für die korrekte Benutzung der Diebstahlsicherung ist eine Bedienungsanleitung angebracht.
Die erste Stromtankstelle in Gratkorn für E-Bikes wurde bei diesem Fahrradabstellplatz eingerichtet (Strom von AAE). Es stehen zwei normale Steckdosen und eine Starkstromdose zur Verfügung. Sie befinden sich beim Fahrradständer gleich neben der Eingangstür zum Pfarrheim. Bitte beachten Sie die dort angebrachte Bedienungsanleitung.

Autofasten, AutoFREI zur Kirche

Die Aktion Autofasten desAutofasten Logo Arbeitskreises für Nachhaltigkeit in der Diözese wird unterstützt und in der Pfarre beworben. Am ersten Fastensonntag werden die Kirchbesucher vorher aufgerufen, ihr Verkehrsmittel für den Weg zur Kirche bewusst zu wählen und eine Erhebung wird vor Beginn des Gottesdienstes durchgeführt.
2013 fiel der Europäische autofreie Tag (22.9.) auf einen Sonntag und daher wurde dieser Tag zusätzlich genutzt für die Aktion AutoFREI zur Kirche. klimabündnis_ÖsterreichMit Gutscheinen wurde für bewusse Verkehrsmittelwahl geworben und für Fußgänger und Radfahrer gab es Knabbereien von Klimabündnis vor der Kirche.  Seitdem gab es jedes Jahr wieder eine Aktion am Sonntag, der in die Mobilitätswoche fällt.

Platz fürs Gehen und Radfahren

Der Platzbedarf für Autos beim Parken führte zu Behinderungen für Fußgänger und Radfahrer am Kirchplatz und der Zufahrt zum Pfarrheim und der Fahrradabstellanlage. Ein Zustand (der mit der Zeit sehr schlimm wurde), der oft von den Fußgängern und  Radfahrern erduldet wurde. Im Zuge der Sanierung der Straße vor der Kirche wurde der Kirchplatz umgestaltet. Sichere Bewegungsräume für die Fußgänger wurden geschaffen und die Stellplätze für die Autos wurden exakt markiert. So ist auch die Zufahrt für Radfahrer zu den Fahrradständern nun gesichert und auch zwecks Ladetätigkeit für pfarrliche Veranstaltungen kann nun leichter zugefahren werden. Damit Kurzparken (3 Stunden) und eine Parkplatzüberwachung möglich ist, wurde mit der Gemeinde eine Nutzungsvereinbarung geschlossen.

Darüber hinaus …

Am Christophorus-Sonntag gibt es seit 2011 eine Fahrzeug- und Gehzeugsegnung anstatt einer Autosegnung.

Der Pfarrer besitzt kein eigenes Auto, benutzt öffentliche Verkehrsmittel, geht viel zu Fuß und verwendet seit 2011 für manche Wege sein E-Bike. Da er auch Pfarrer im Seelsorgeraum ist und in diesem speziell für Gratkorn und Semriach zuständig ist, ist er allerdings vor allem sonntags darauf angewiesen, dass ihn doch jemand mit dem Auto mitnimmt oder gar extra mit ihm fährt.

Das Weltmarkt-Team erledigt die Wege von Gratkorn zum Weltladen in Graz in der Mandellstraße mit dem Fahrrad, um Extrafahrten zu vermeiden. Martin Holzer holt mit seinem Fahrradanhänger oder dem Lastenrad die Waren. Hans Preitler macht die Abrechnung und bringt im Rucksack etwaige Retouren zurück.

Auch der bewusste Einsatz unseres Pfarrbusses spart Fahrten mehrerer Autos ein und für diese Möglichkeit kann er auch ausgeborgt werden.

Fahrradanhänger als Geschenk zum 50. Geburtstag

Ein Mitglied aus dem Umwelt-Team wurde von den anderen Mitarbeitern des Teams und einer umweltbewussten Familie mit einem Anhänger aus dem Vinziprojekt beschenkt.

 

 

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