Heizung

Wärme mit ökologischer Verantwortung nutzen

Pfarrhaus und Pfarrheim

2016 wurde die Ölheizung ersetzt durch ausgekoppelte Abwärme aus der Papierproduktion. Als treibender Interessent haben wir, ein solches Projekt in der Gemeinde mit voran getrieben und dadurch einen wichtigen Beitrag geleistet, dass in Gratkorn nun viele Haushalte an das neu geschaffene Nahwärmenetz angeschlossen wurden und werden.
Für die Pfarre selbst war dies eine Kostenreduktion, da diese Abwärme der Papierfabrik kaum zusätzliche Kosten verursacht. Sogar das Gegenteil ist der Fall. Zuvor musste die Wärme teuer und aufwändig weg gekühlt werden. Daher ist dies billiger als anderswo die Fernwärme. CO2-bilanztechnisch ist Abwärme den erneuerbaren Energien als neutral gleichgesetzt, da sie schon da ist. Die Wärme in der Papierfabrik wird allerdings noch zu mehr als 30% aus Erdgas gewonnen, womit dieses EMAS-zertifizierte Unternehmen einen wesentlich höheren Anteil an erneuerbaren Energien schon einsetzt und Ziele auf den Klimapfaden, die in der Zukunft liegen, schon jetzt erfüllt.

Der Bedarf an Wärmeenergie im Pfarrheim steigt, da immer mehr Aktivitäten hier stattfinden. Um gezielter den Wärmebedarf zu erfassen, werden die Veranstaltungen, seit 2013 erfasst. 2013 kamen auch Datalogger für Temperatur und Luftfeuchte zum Einsatz, Erkenntnisse führten zu gezielten Maßnahmen.
Trotz der Steigerung der Nutzung (Kurse, externe Veranstaltungen) konnten durch Bewusstseinsbildung und gezielte Maßnahmen der Verbrauch weiter gesenkt werden.

Kirche

Um in unserer Pfarrkirche das Problem mit den feuchten Mauern in den Griff zu bekommen, wurde bei der letzten Innenrenovierung die elektrische Sitzbankheizung entfernt und eine Wandheizung installiert. Diese Wandheizung wird als Solarthermik-Anlage durch die Sonne betrieben.
Es stellte sich aber heraus, dass zusätzliches Heizen im Winter notwendig ist und dies zudem zu viel kostet und es dem Pfarrer und den Gottesdienstbesuchern trotzdem zu kalt war, unter anderem auch, weil die Leistung der Zuleitung zu gering war.

Das Umwelt-Team hat verschiedene Lösungen durchgerechnet und geprüft, nicht nur nach Kosten, sondern auch bezüglich der Umweltbilanz und ist überraschenderweise wieder bei einer Elektroheizung gelandet, allerdings keine Unterbank, sondern eine Aufbankheizung. (Umsetzung 2009/2010). Die Vorteile sind, dass die Wärme dort und nur dann bereitgestellt wird, wo sie gebraucht wird. Aufbankheizung_DSCN4001Also Heizen mit kurzen Einschaltzeiten und nur tatsächlich verwendete Sitzplatzgruppen und Wärme rasch nahe am Körper der Kirchenbesucher. Der Stromverbrauch ist ein Siebentel der alten Elektroheizung. (360 KWh/Jahr statt 2385 entspricht 72€/Jahr satt 480). Auf Wunsch gibt es die Projektbeschreibung auch als Download.
Mit dem Umstieg auf zertifizieren Öko-Strom ist somit auch die gesamte Heizung der Kirche CO2-neutral.

 

 

←  Zurück