Kirchhof – Marienstatue

2021

Standort: Die Statue steht unter dem Kreuz vor der Pfarrkirche St. Stefan in Gratkorn.

Beschreibung: Es handelt sich um eine überlebensgroße Darstellung der Mutter Gottes als Mater Dolorosa ( Schmerzensmutter) unter dem Kreuz. Sie steht auf einem Sockel mit der Inschrift eines Familiengrabes.
Kunsthistoriker Em. Univ-Prof. Dr. Horst Schweigert hat im Pfarrblatt 2013-5 Forschungsergebnisse zur Statue bekannt gegeben. Demnach ist die Statue vom Grazer Barockbildhauer Matthias Leitner zwischen 1740 bis 1745.
Wie die Statue mehr als 100 Jahre Teil eines Grabdenkmals geworden ist, ist trotz Inschrift im Sockel nicht nachvollziehbar.
Die Inschrift lautet: “Hier ruhen / Mathias Mixner / gewesener Grünwirth allhier / gestorben im 63. Lebensjahr am 3. Jänner 1831 / Maria Mixner / dessen Ehegattin 72 Jahr gestorben am 23.  Nov.1856 / Johann Mixner / deren Sohn 16 Jahre alt gestorben am 24 April 1831 / Gott gebe ihnen die ewige Ruhe / Dieses Denkmal widmen die dankbaren Kinder.
Die Matriken bestätigen diese Angaben, allerdings mit dem Unterschied, dass Maria einen Josef Rinner geheiratet hatte und sie auch diesen überlebt hatte, also als Maria Rinner starb. Sie selbst war eine geborene Teibinger.
Nach Auflassung des Friedhofs um die Kirche blieb die Statue mit diesem Sockel erhalten und wurde mehrfach versetzt. Im Barock wurden Schmerzensmutterstatuen statt wie vorher üblichen als Teil einer Kreuzigungsgruppe auch als alleine stehenden Statuen hergestellt. Daher dürfte sie erst bei der letzten Versetzung tatsächlich unter ein Kreuz gestellt worden sein. Auch das Kreuz stand nicht an dieser Stelle.
Aufgrund der Nachforschungen 2013 konnte vom Ehepaar Brunhilde und Peter Meder auch die farbliche Gestaltung der Statue wieder hergestellt werden.
Detailierte Informationen dazu in den Pfarrblättern 2013-5 und 2013-4.

Errichtung: Statue um 1750, Sockel in Gedenken an den 11.5.1856, kurz danach

Heutiger Besitzer: Pfarre Gratkorn
Grundstücknummer: Gratkorn – KG Kirchenviertel (63243) 380/4

Letzte Renovierung: 2013 durch Brunhilde Meder

Erfassung:  Pfarre (in die Liste der Denkmäler) und BUNW 2022: Hans Preitler