Kreuzschuster-Bildstock

2020

Standort: Der Bildstock steht auf der höchsten Stelle des Dultwegs

Beschreibung:  Der Bildstock hat zur Straße hin eine größere Nische und auf jeder Seite eine kleine Nische. Er ist stark von Efeu überwuchert. In der Hauptnische ist die Rückwand blau angemalt und dort hängt ein Holzkruzifix mit silberfärbiger Christusfigur. Davor steht eine betende Madonna und diverse andere fromme Figuren und Gegenstände, an den Seitenwänden Heiligenbilder. In der linken Nische erkennt man ein Bild von Maria mit Kind zwischen dem Efeu. In der rechten Nische ist ein Bild mit dem Heiligen Florian.

Der Bildstock steht an der Grenze der KG Kirchenviertel und Gratkorn-St. Veit, genau vermessen aber schon in Gratkorn-St. Veit am Grundstück, das zum vulgo Pail-Weber gehört.1786 wurde die Pfarrgrenze durch Bezeichnung der Bauernhöfe aufgrund einer Reform Josef II verändert und der vulgo Pail-Weber gehört seither zur Pfarre Gratkorn und somit auch dieser Bildstock. Dennoch steht der Bildstock näher beim vulgo Kreuzschuster und trägt den Namen dieses Bauernhofs. Dies lässt durchaus vermuten, dass er für alle Bauernhöfe ringsum von Bedeutung war.
Anders als manchmal behauptet, markiert er also keine Pfarrgrenze und ist auch kein Grenzstein, denn die Grenzsteine sind vorhanden.

Sehr nahe war es aber die Grenze zwischen den Gemeinde Gratkorn (St. Stefan am Gradkorn) und Schattleiten (St. Veit). Erst 1938 wurde die Katastralgemeinde (KG) Gratkorn-St. Veit, als Teil der aufgelösten Gemeinde Schattleiten, geschaffen und Teil der Marktgemeinde Gratkorn.
Ein Artikel zu diesem Bildstock von Vera Lehrhofer erschien in der Ausgabe 2015-4

Errichtung: unbekannt

Heutiger Besitzer: Familie Friedacher
Grundstücknummer: Gratkorn – KG Gratkorn-St. Veit (63276) 1142 – sehr nahe an KG Kirchenviertel (63243) 432

Letzte Renovierung: in den 60iger Jahren

Erfassung:  P. Clemens Brandtner 1980, BUNW: J. Turnsek 7.11.1981