Maria Rast – Klosterkapelle

Statue der Mutter Gottes über dem Altartisch 2019

Standort: Im Kloster Maria Rast in der Dult ist innerhalb des Gebäudes eine große Kapelle integriert. Das Kloster liegt zentral in der Gegend Dult an der Kreuzung Dultstraße – Brunnleitenweg

Beschreibung: Die Bevölkerung von Gratkorn bezeichnet ob der Größe die Kapelle manchmal auch als Klosterkirche. Tatsächlich bietet sie fast gleich vielen Gottesdienstbesuchern Sitzplätze als die Pfarrkirche. Sie ist Teil des Gebäudes im ersten Stock. Auf dem Dach des Gebäudes ist über der Kapelle ein kleiner Glockenturm mit Uhren in alle Windrichtungen. Die Position des Turms und die Wölbung an der Außenfassade lassen erkennen, dass es eine kleinere Vorgängerkapelle gegeben hat mit Altarraum zur Straße hin. 1911 war dies die erste Kapelle. Die weiteren Glasfenster zeigen, dass die Kapelle bei der Vergrößerung 1968 – 1970 gedreht wurde und sich nun über den ganzen Nordflügel erstreckt. Zugang ist im ersten Stock im Gebäude. Wenn kein öffentlicher Gottesdienst ist, ist der Zugang nur nach Anmeldung an der Pforte möglich.
Der Altar der alten Kapelle wurde zum Seitenaltar mit einer große Darstellung des Hl. Vinzenz von Paul, dem Ordensgründer, und der Hl. Luise von Marillac. Sie war die erste Armen- und Krankenpflegerin, die ihn bei seiner Arbeit unterstützte. Im hinteren Teil ist noch eine Statue des Hl. Josef, dem Schutzpatron der Kapelle. Zentrales Element des neuen Altars ist die große Statue der Mutter Gottes (8.9.1970).
Die drei Antikglasfenster, gestaltet von Sr. M. Basilia Gürth (Benediktinerin in Berthelstein), haben die Reden Jesu über das Himmelreich als Thema: Schatz im Acker (Mt 13,44), Perle (Mt. 13,45) und Senfkorn (Mt 13,31).

Die Kapelle hat im hinteren Bereich wie eine Kirche eine Empore, die vom 2. Stock des Gebäudes aus betreten werden kann und weitere Sitzplätze bietet.

Wie eine Kirche verfügt die Kapelle auch über einen Raum der als Sakristei dient.
Es gab einen eigenen Informationsfolder zur Kapelle des Klosters, wovon es anscheinend kein Expemplar mehr im Kloster gibt und bislang auch noch niemand gefunden wurde, der eines hat.

Errichtung: 21.12.1911 Einweihung, 28.9.1970 Einweihung nach dem Umbau.

Heutiger Besitzer: Barmerzigen Schwestern des Klosters Dult
Grundstücknummer: Gratkorn – KG Kirchenviertel (63243) 371/5

Letzte Renovierung:

Erfassung:  Pfarre: V. Lehrhofer 2014, BUNW: H. Preitler 31.1.2021

Quelle : Informationsfolder zur Kapelle des Klosters (verschollen, Notizen daraus von Vera Lehrhofer), Sr. Roswitha Bauer aus dem Archiv des Klosters