Donati-Kapelle

2020

Standort: Die Kapelle befindet sich an der Kreuzung Donatiweg / Anton-Kamperweg  (Verbindung zwischen St. Stefaner Straße zum Bachweg).

Beschreibung: Dies ist eine barocke Kapelle mit geschwungenem Dach, am Giebel ein Spitz als Türmchen. Die Rückseite ist gewölbt, an der Vorderseite sind Säulen im Mauerwerk angedeutet. Die Öffnung ist mit einem schwarz gestrichenem Gittertor verschlossen. Der Bereich um die Kapelle ist mit einem Ziergarten geschmückt.
Eine Stufe führt ins Innere vor den Altartisch mit einer Marmorplatte, der zugleich in die Hauptnische weitergeht. Im Übergang zum Dachgewölbe der Hauptnische, vor einer kleinen runden Öffnung, hängt ein altes bemaltes Kruzifix aus Holz. Am Altar steht eine Jesus-Statue mit “offenem Herzen”. Auf beiden Seiten sind auch Nischen mit Ikonen nachgebildeten Bildern.
In der Ortschronik (Seite 95) heißt es: “Auf eine über 250jährige Tradition blickt auch die Verehrung des heiligen Donatus in Gratkom zurück. Es war Pater Amand Rettenfeld, Pfarrer von St. Stefan 1735 bis 1745, der zur Ehre dieses Wetterpatrons – sein Namensfest feiert er am 30. Juni – auf freiem Feld eine Kapelle errichten ließ und hier seine Verehrung begründete.” Auf Seite 74 wird 1736 ein “Kreuzacker beim Donatikreuz” genannt.
Im kirchlichem Leben ist die Kapelle Station bei der Fronleichnamsprozession.
Sie war mit den umgebenden Äckern im Besitz der Kirche. Mit dem Verkauf des Ackers als Bauland und den Weiterverkauf des Bauträgers wurden alle Käufer auch zu Eigentümern dieser Kapelle. Die Sanierung 2014-2016 wurde von der Diözese finanziert und die Segnung mit einem Fest gefeiert.

Gehört nach einer Aufstellung des Bundesdenkmalamts von 1977 zu den Kleindenkmälern und trägt dort die Nummer 3.

Auch im Franziszeischem Kataster 1823 ist die Kapelle eingezeichnet (siehe Kartenausschnitt in der Galerie).

Errichtung: 1735

Heutiger Besitzer: Alle Grundstückseigentümer Donatisiedlung, Betreuung Familie Mosham
Grundstücknummer: Gratkorn – KG Kirchenviertel (63243) 82/11

Letzte Renovierung: 2014-2016

Erfassung: BDA 1977, P. Clemens Brandtner 1980, BUNW: J. Turnsek 7.11.1981