Hauslbauer-Kapelle

2020

Standort: An der Freßnitzstraße, bei der Abzweigung der Hofzufahrt zum Hauslbauer (Straßenname Am Hauslried).

Beschreibung: Die Kapelle ist mit Ziegel gedeckt. Das Dach ist vorgezogen und wird von zwei Pfeilern getragen. Im gelb verputzen Giebel ist ein weißes Kreuz. Eine große Holz-Doppelflügeltür mit Gitter (als Schmied ist H. Glawogger genannt) verschließt die Kapelle. Zwei Bäume flankieren die Kapelle und eine Bank lädt zum Verweilen ein.
Das Innere wurde schon von V. Lehrhofer beschrieben: “Heute befinden sich in der Kapelle ein Kreuz mit Corpus und eine Marienstatue, auch links davon ein Schwarz-Weiß-Bild und ein größeres Hinterglasbild von Jesus. Zusätzlich gibt es mehrere Bilder zur Erinnerung an Jahre des Kriegsdienstes bzw. in Dankbarkeit für die gute Heimkehr: “…(Aufzählung) … “Auf zwei Ablagen stehen eine Marienstatue und ein Kelch mit je einem Engel” (ganzer Artikel aus dem Pfarrblatt als Bild angefügt).

Der Vorgängerbau war laut P. Clemens Brandtner ein rechteckiger Bildstock, der möglicherweise ein Pestkreuz war. Ob er damit den unmittelbaren Vorgängerbau gemeint hat oder einen allerersten, der vor 1823 nachgewiesen ist, ist fraglich. Der Bau bis 1950 wird nämlich als Kapelle beschrieben, ähnlich der jetzigen Kampl-Kapelle. Das Unternehmen Griesbacher hat diesen Bau dann 1950 im Auftrag des damaligen Besitzers (Jakob Preitler, vulgo Hauslbauer) und Nachbarn (Johann Trojer, vulgo Rohhuber) vergrößert und erweitert. Anlass war Dank für die glückliche Heimkehr aus dem 2. Weltkrieg und zum Gedenken an die gefallenen Kameraden aus der näheren Umgebung.
Die erste Einrichtung wurde bei einem Einbruch in den 80iger Jahre gestohlen.

Gehört nach einer Aufstellung des Bundesdenkmalamts von 1977 zu den Kleindenkmälern und trägt dort die Nummer 6.

Der Vorgängerbau ist auf der Karte zum Franziszeiischen Kataster 1823 verzeichnet.

Errichtung: Vorgängerbildstock und/oder Kapelle unbekannt (Turnsek schreibt 1900 Jh. – siehe oben, belegt ist vor 1823), jetzige Kapelle 1950.

Heutiger Besitzer: Familie Preitler (vulgo Hauslbauer)
Grundstücknummer: Gratkorn – KG Freßnitzviertel (63217) 244/1

Letzte Renovierung: ?

Erfassung:  BDA 1977, P. Clemens Brandtner 1980, BUNW: J. Turnsek 3.11.1981