Prüggerkapelle

2020

Standort: Die Kapelle befindet sich an der Kreuzung Kirchweg – Kapellenweg.

Beschreibung: Die Kapelle ist auch unter den Namen Zekaneller (vulgo Name bei der Familie Prügger) bekannt. Historisch ist es eine Kapelle, die dem Heiligen Markus geweiht war und auch mal so genannt wurde. P. Clemens Brandter erwähnt “ältere Beschreibungen”, in denen die Kapelle “Herrgott auf der Wies” geweiht sein soll.

Die rechteckige Kapelle mit Ziegeldach trägt ein kleines Doppelbalkenkreuz. Es gibt nur das Tor auf der Vorderseite als Öffnung. Die Tür ist eine Doppelflügeltüre aus verziertem Holz mit Glasfenster. Die Glasfenster sind mit kunstvollen schmiedeeisernen Gittern geschützt, wobei das Gitter auf der linken Seite das Christus-Monogramm, das Gitter auf der rechten Seite das Maria-Monogramm enthält. Im Inneren der Kapelle geht der Altar über die ganze Breite, davor steht auch in ganzer Breite ein Knieschemel. Auf dem Altar steht eine Marienstatue (nicht die Statue Maria mit Kind, die von P. Clemens Brandtner erwähnt wurde). Auf der Seite und an den Wänden finden sich noch etliche weitere Bilder.
Vera Lehrhofer berichtet, dass die Scheiben kaputt gegangen waren und durch Wind und Wetter das Innere in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Zum Zeitpunkt ihres Berichts war sie bereits renoviert.

Gehört nach einer Aufstellung des Bundesdenkmalamts von 1977 zu den Kleindenkmälern und trägt dort die Nummer 12. Laut Besitzer wurde von einem Ansinnen der Gemeinde erzählt, die Kapelle zu beseitigen, die mit Hilfe des Bundesdenkmalamtes verhindert werden konnte.

Im Franziszeiischem Kataster 1823 ist an dieser Stelle ein Objekt mit Kreuz also eine Kapelle oder Bildstock bereits eingezeichnet.

Errichtung: 18. Jh. (lt. Turnsek), vor 1823 belegt.

Heutiger Besitzer: Fam. Prügger (vulgo Zekaneller)
Grundstücknummer: Gratkorn – KG Kirchenviertel (63243) 779/4

Letzte Renovierung: 1990 und 2015

Erfassung: BDA 1977, P. Clemens Brandtner 1980, BUNW: J. Turnsek 5.11.1981