Energieeffizienz

Die Steigerung der Energieeffizienz ist eines der drei Ökologie-Ziele der Österreichischen Bischofskonferenz vom 11.11.2015.

Bewusstseinsbildung
Was hilft die beste technologische Lösung, wenn sie nicht genutzt oder verstanden wird.
Wir haben in den letzten Jahren bei den Mitarbeiter*innen der Pfarre durch bewussten Umgang mit Energie sehr gute Einsparungseffekte erzielen können und dies obwohl die Nutzung vor allem im Pfarrheim in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Die Angestellten und der “engere Kreis” der Ehrenamtlichen hat dies erwirkt. Dadurch ist auch die Sensibiltät gestiegen, gegenüber den anderen Personen, die unser Pfarrheim auch benutzen. Vor allem die Fehleinstellungen bei den Thermostaten ist besonders aufgefallen. Daher hängen an diesen bei uns die entsprechenden Informationen. Eine überarbeitete Benutzungsordnung enthält nun auch entsprechende Informationen.

Heizungslösungen
Statt einer eigenen Hackschnitzelheizung für Pfarrhof, Pfarrheim und Kirche – mit entsprechenden bauliche Maßnahmen – haben wir zwei wichtige Entscheidungen getroffen.
In der Kirche war noch die Verrohrung einer stillgelegten elektrischen Untersitzbank vorhanden. Die Überlegung, dass ja nicht der Kirchenraum geheizt werden muss, sondern dass es die Kirchenbesucher nur in der vergleichsweise kurzen Zeit dort warm brauchen, wo sie sie sitzen, hat zu einer elektrischen Aufbankheizung geführt. Diese Lösung ist unter allen Überlegungen sowohl bei Installation, als auch im Betrieb die kostengünstigste.
In Pfarrhof und Pfarrheim war eine zentrale Ölheizung. Die Papierfabrik in der Nähe braucht sehr viel Wärme zur Papierherstellung, die teilweise weggekühlt werden muss. Daher haben wir die Gemeinde darauf gedrängt, dass ein Fernwärmenetz (eigentlich Nahwärme bzw. Abwärme) ermöglicht und wir an dieses angeschlossen werden. Dies ist gelungen. Wir haben (statt baulicher Maßnahmen für eine Hackschnitzelheizung) so sogar zwei weitere Räume dazugewonnen: Einen Archivraum und ein barrierefreies WC für die Nutzer des Jugendraums.
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Strom für Regenwasser und Warmwasser
Wasser ist eine kostbare Ressource. Daher haben wir uns auch angeschaut, wo wir welches Wasser verwenden und ob wir daran was verbessern können. Regenwasser kann zwar in Zisternen gesammelt werden, muss dann aber mit Strom gepumpt werden. Wir haben den entsprechenden Bedarf möglicher Anwendung und den Einrichtungs- und Betriebskostenaufwand untersucht. Für uns ist das keine effiziente Verwendung von Strom, das gilt aber nicht generell.
Beim Warmwasser bei den Waschbecken in den WCs mussten wir feststellen, dass nach dem Aufdrehen lange kaltes Wasser gekommen ist und ungenutzt abgelaufen ist, bevor aisreichend warmes gekommen ist. Manchen hat das auch zu lange gedauert und das Warmwasser hat nie das Waschbecken erreicht und ist in der Leitung abgekühlt, bevor das nächste Mal aufgedreht wurde. Die Wärmeenergie die von der Heizung erzeugt worden war, war sinnlos erzeugt worden.. Eine Überprüfung hat ergeben, dass sowohl die Energiebilanz, als auch die Kosten und der Wasserverbrauch günstiger werden, wenn im Pfarrheim das Warmwasser aus modernen Druckdurchlauferhitzern kommt. Das Wasser ist innerhalb einer Sekunde warm. Daher wird gerade beim Händewaschen hier viel Wasser und Energie gespart.

Licht beleuchtet
Mit dem richtigen Einsatz von Licht von neuen LED-Lampen kann die Arbeit im Büro wesentlich verbessert werden. Der Arbeitsplatz im Sekretariat und auch weitere wurden mit solchen Lampen ausgerüstet und haben die einstigen Neon-Röhren an der Decke ersetzt. Die Lampen wurden dafür tiefer gehängt und näher an die Arbeitsflächen herangebracht. Und neben dieser Verbesserung sparen sie auch viel Strom.
In anderen Räumen von Kirche, Pfarrsaal bis Besprechungsraum stand zuerst der Ersatz von Glühbirnen durch Energiesparlampen im Vordergrund. Noch bevor alle Glühbirnen ersetzt waren, kamen schon die ersten LED-Leuchtkörper auf. Von da an wurden nur mehr LED bei uns installiert. Die Glühbirnen sind mittlerweile zur Gänze ersetzt. Energiesparlampen ersetzen wir erst, wenn sie nicht mehr funktionieren. Bei Renovierungen bzw. Neueinrichtung von Räumen kommen keine konventionellen Lampen mehr in Einsatz, sondern die durch LED möglichen neuen modernen Leuchtkörper. Dies ermöglicht für den Jugendraum oder auch den meditativen Franziskraum eine auf den beabsichtigten Zweck abgestimmtbare Aus- und Beleuchtung des Raums mit verschiedenen Farben und Intensitäten. Erneuerung schafft neue Möglichkeiten und spart zugleich Strom.
Wo sich manchmal viele Leute bewegen kann es sein, dass auf das Ausschalten von Licht vergessen wird, bzw. ist es aus hygenischen Gründen auch bessern, wenn nicht alle nach den Lichtschalter tappen. Daher haben wir in diesen Bereichen Leuchtkörper mit Bewegungsmelder. Auch wenn diese eventuell zu oft oder schon bei noch geringer Dunkelheit schalten dürfte hier gegenüber dem vergessenen Abschalten eine Ersparnis erzielt worden sein.
Mit der LED-Technologie wurden auch Leuchtkörper geschaffen, die Scheinwerfer ersetzen können. Diese sparen bei uns in der Kirche schon eine Menge Strom. Im Außenbereich finden wir damit mit einem einzigen Scheinwerfer mit 100W das Auslangen. Außerdem wird die Außenbeleuchtung an einen Dämmerungssensor mit Zeitabschaltung angeschlossen.
Der Schaukasten an der Außenwand beim Eingang zum Pfarrheim ist beleuchtet und wird mit dieser Außenbeleuchtung mitgeschaltet.

Licht signalisiert und zeigt an
Vor dem Gottesdienst war es eine der aufwändigsten und lang dauernden Arbeiten des Messners, die Liednummern in die Nummernanzeige zu stecken und diese dann in hoher Höhe aufzuhängen. Nachdem wir keinen Messner mehr hatten und dieser durch eine Gruppe von ehrenamtlichen Messnern, fast nur Pensionist*innen ersetzt wurde, war hier eine Erleichterung dringend notwendig. Dies hat eine elektronische Liedtafel ermöglicht, die noch dazu vom Organist (oder Musiker) mit Fernbedienung gesteuert wird. Elektrische Energie spart viel körperliche.
Lockdown und strenge Regeln haben auch bei uns zu einem massiven Rückgang bei Gottesdienst- und Kirchbesuchen geführt. P. Benedikt hat sich aber schon zuvor gewünscht um den Kirchenbesuch zu bewerben, dass dies mit Leuchtbuchstaben erfolgen sollte. Nun wurde es umgesetzt. Immer wenn die Kirche aufgesperrt wird blinkt und leuchtet das Wort “OPEN” auf den Kirchplatz hinaus, dass die Kirche geöffnet ist. Beim Zusperren wird es wieder abgeschaltet.
Barrierefreie WCs wurden bei uns außen mit roten Leuchten ausgestattet, die signalisieren, dass es besetzt ist.

E-Tankstelle und Steckdosen
Ausreichend vorhandene Steckdosen ermöglichen den Einsatz von elektronischen Medien und Computern für effizienter Geräteeinsatz bei Sitzungen und Veranstaltungen. Eine besondere Steckdose dabei ist jene links neben dem Eingang, die wir bewusst als erste E-Tankstelle (für einspurige Fahrzeuge) in Gratkorn eingerichtet haben. Zusammen mit dem sicheren Fahrradständer können hier auch schwere E-Bikes abgestellt und geladen werden. Dies soll Autofahrten insbesondere von Einzelpersonen reduzieren, in dem es zur Benutzen eines solchen E-Fahrzeugs einlädt.

Elektrogeräte
Im Pfarrsaal finden Pfarrkaffee und Dankesfeiern statt. Da bei uns viele Fotos bei verschiedene Anlässen gemacht werden, entstand der Wunsch, diese auch in und wieder zu sehen. Daher wurde großer Bildschirm im Pfarrsaal installiert. Dieser wurde entsprechend der damaligen Kennzahlen als sparsamst im Energieverbrauch und von einem Hersteller, der nach rankabrand.de als relativ fair und sozial (im Vergleich zum Mitbewerb) eingestuft war. Dies erspart Foto-Ausdrucke und Alben und stärkt die Zusammengehörigkeit und die Kommunikation.
Auch der Ausbau von anderen modernen Informationstechnologien insbesondere EDV und Netzwerk sehen wir als wichtigen Beitrag für Effizienz in der Seelsorge und im ehrenamtlichen Engagement an. Bei diesen Geräten achten wir bei der Nachhaltigkeit mehr auf jene der Energieersparnis bei der Produktion (Recycelte Geräte von Compuritas) als auf den Betriebsenergieverbrauch.
Für alle Geräte die wir in den Küchen verwenden achten wir auch die beste Energieklasse. Allerdings gilt es hier auch wegen des hohen Verschleiß auf Haltbarkeit und Möglichkeit der Reparatur zu achten. Für größere Menge Kaffee gibt es bei uns Gastromaschinen, der Geschirrspüler im Pfarrsaal ist auch ein Gastrospüler.