Kalvarienberg

2020

Standort: Der Kalvarienberg in der Dult ist eine Anhöhe südlich des Klosters. Der Weg zum Kreuz beginnt in der Nähe des Schönstatt-Bildstocks. Fast auf der Anhöhe, wo der Anstieg flacher wird beginnt der Stationenweg: Die sieben Schmerzen Mariens, dessen fünfte und sechste Station das Kreuz ist, dass zugleich Gipfelkreuz ist.

Beschreibung: Der kurze Stationenweg beginnt mit einer Eröffnungsmarterl (Holz) und hat 5 Stationen, wobei Station 1-4 und 7 alleinstehende einfache Holzmarterl sind, Station 5 der Gekreuzigte am oberen Teil des Kreuzes und Station 6 eine Holzmarterl am Kreuz im unteren Teil.
Das Kreuz trägt die Jahreszahl 1930, da es von 1930 bis 1940 beim Josefmaterl gestanden ist.
Folgende Begründung ist diesbezüglich im Archiv des Dultklosters festgehalten: “Am 24. Juli 1940 wurde in unserem Walde der Kalvarienberg errichtet und am 29. Juli von Hochw. Herrn Visitator Dr. Karl Spiegl eingeweiht. Wir gingen um 3 Uhr in Prozession von unserer trauten Kapelle die Anhöhe empor unter Gebet. Beim sehr schön geschmückten Kreuze, (es ist das Kreuz, das beim Josefsmarterl ursprünglich stand und vor den Russen, die das Josefsheim, in dem die Lazaristen wohnten, belagerten in Sicherheit gebracht wurde) hielt der Hochw. Herr Direktor eine ergreifende Ansprache, dann folgte die Weihe, auch die 7 Bilder der schmerzhaften Mutter wurden eingeweiht.”

Verwirrend an diesem Archiveintrag ist, dass sich zeitlich eine Belagerung durch Russen nicht ausgeht. Entweder stimmt die Jahreszahl nicht oder es muss sich um eine Problem mit den Nazis handeln.
Der ganze Bereich ist ein parkähnliche Anlage im Wald, der von Schwestern gepflegt wird.
Die Holzmaterln wurden bei der Renovierung 2004 errichtet.

Errichtung: 24. Juli 1940

Heutiger Besitzer: Marktgemeinde Gratkorn
Grundstücknummer: Gratkorn – KG Kirchenviertel (63243) 422

Letzte Renovierung: 2004

Erfassung: H. Preitler 9.9.2021, BUNW: H. Preitler 9.9.2021
Bundesdenkmalamt: nicht verzeichnet
weitere Quellen: Archiv Dultkloster – Sr. Roswitha Bauer