Aktuelles aus dem Pfarrleben

Todesstunde


Geheimnis des Glaubens: Im Tod ist das Leben

Um 15 Uhr zur Todesstunde Jesu, Karfreitag_2014_04_18_DSCN5522_10haben Kinder stellvertretend für alle aus der Gemeinde in der Kirche gebetet.
Die Gemeinde hat um 19 Uhr mit der Kreuzvererhung des Todes Jesu gedacht. Bei all der Schrecklichkeit steht aber über allem das letzte Wort Jesu am Kreuz (nach dem Johannesevanglium): “Es ist vollbracht!”

Der Tod scheint endgültig. Jesus ist tatsächlich gestorben und ins Grab gelegt.

Kinder beten zur Todesstunde Jesu in der Kirche

Um 15 Uhr wird aus der Schrift, des Karfreitag_2014_04_18_DSCN2629_05Todes Jesu gedacht. Es ist nicht nur die Trauer und die Gottesferne: “Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?”, sondern auch das “Es ist vollbracht!”. Leider in der katholischen Kirche kein Feiertag. Daher haben aus unserer Gemeinde die Kinder stellvertretend für die ganze Pfarre einen “Kinder”-Kreuzweg gebetet.
Kati und Toni Mitterwallner erzählen: “Mit ohrenbetäubender Ratschenbegleitung zog eine begeisterte Kinderschar in die kahle Kirche ein. Wir stellten fest, dass einiges fehlte und anders war als sonst – kein Tabernakel, kein Kreuz, kein Ewiges Licht nur ein gespaltener Steinblock in der Mitte. Anhand der Ostergeschichte gingen wir danach der Frage nach: Was feiern wir zu Ostern denn überhaupt? Nach dem Karfreitag kommt die Auferstehung – eine schöne Perspektive.”

Passion und Kreuzverehrung

Keine Glocken rufen in die Kirche, Karfreitag_2014_04_18_DSCN5525_11die Orgel schweigt, keine Blume schmückt die Kirche, keine Kerze brennt,… .  Im Schweigen sammelt sich die Gemeinde. Der Pfarrer stürzt sich statt einer Kniebeuge zu Boden. Starke Zeichen der Trauer. Mit getragener Stimme untermalt mit schweren Gesängen wird die Leidensgeschichte verlesen. Noch wird das große Wort: “Es ist vollbracht!” nicht verstanden. In großen Fürbitten wird Gott um Hilfe gegen all das Leid und für eine bessere Welt angerufen.

Und dann wird es doch laut: Ministranten begleiten mit lauten Ratschen das verhüllte Kreuz in die Kirche. Das violette Tuch wird entfernt, Jesus hängt am Kreuz. Aber die Gläubigen wissen um das Heil, das ihnen und der Welt daraus erwächst, verehren das Kreuz und schon als erstes Hinweiszeichen werden Blumen dargebracht.

Und wieder wird es laut. Jesus ist nicht mehr am Kreuz. Er wird ins Grab gelegt unter heftigem Rattern und Klappern der Ratschen. Die Blumen begleiten nun die weiteren Feierlichkeiten und schmücken das Grab. Brennende Kerzen werden aufgestellt …

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