Kahr-Hauskapelle

2021

Standort: Die Kapelle befindet sich auf dem Privatgrundstück der Familie Kahr am Dultweg und kann nur bei entsprechender Rücksprache besucht werden.

Beschreibung: “Heiligen Dingen einen würdigen Platz geben”, so in etwa kann die Motivation der Baumeisterfamilie Kahr beschrieben werden, diese Kapelle  errichtet zu haben. Beim Umbau der Schutzengel-Kirche in Graz wurde die Kanzel als nicht mehr zeitgemäß entfernt und die an der Kanzel angebrachten Reliefbilder von Jesus und den vier Evangelisten wären mit der Kanzel verloren gegangen. Um diesen Reliefbildern einen Platz zu geben wurde die Kapelle errichtet.
Das ungewöhnliche Aussehen und der Grundriss der Kapelle erklären sich so: Ursprünglich war dies eine Grillhütte, im (dreiviertel-)runden höheren Bereich wurde gegrillt. Diese wurde abgebaut und mit  Holzkonstruktion (Dach) sowie gemauerten Wänden als Kapelle errichtet. Der Glockenturm (im Stil von Tiroler Bergbauernhöfen)  wurde später ergänzt und die Glocke kann elektrisch gesteuert geläutet werden (das ist derzeit aber deaktiviert). Am Glockenturm befindet sich ein schmiedeeisernes Kreuz, dessen Querbalken gebündelte Strahlen sind, in der Mitte ein kleiner Kreis. Der runde Bereich des Gebäudes ist der Andachtsraum, der angefügte eckige ist ein Vorraum.
Durch die Mitwirkung des mit dem Baumeister befreundeten Malers und Bildhauers Franz Weiss wird die Kapelle auch zu einem Kleinod zeitgenössischer, sakraler Kunst. So sind z.B. die fünf Glasfenster von diesem Künstler.
Durch den Garten, der einer Parkanlage gleicht (mit parkähnlichen Wegen), gelangt man am höchsten Punkt des Grundstücks zur Kapelle. Das schmiedeeiserne Tor trägt die Jahreszahl der Errichtung 1986. Durch dieses tritt man in den Vorraum mit Glasfenster, die den Heiligen Hubertus und den Heiligen Franziskus zeigen. Nach rechts tritt man in den Gebetsraum seitlich ein. Links in der Rundung sind die erwähnten Reliefbilder über dem Altar. In der Mitte des Raums ist ein Kniestuhl zum Altar hin ausgerichtet. Gegenüber dem Altar sind 3 weitere Glasfenster: Heilige Elisabeth, Heilige Rosalia, Heilige Genoveva.
Boden, Altar und viele Gegenstände sind zugleich Beleg der regen Tätigkeit des Baumeisters von Ungarn bis in die Schweiz und seiner Lebensgeschichte. Bis auf zeitgenössische Kunstwerke handelt es sich fast ausschließlich um Dinge, für die  es keine Verwendung mehr gab oder die gar weggeworfen oder zerstört worden wären.

Errichtung: 1986

Heutiger Besitzer: Fam. Kahr
Grundstücknummer: Gratkorn – KG Kirchenviertel (63243) 334/7

Letzte Renovierung:

Erfassung: Pfarre und BUNW: Hans Preitler 2022