Müllerwirtkapelle

2021

Standort: Beim vulgo Müllerwirt auf der Jasen am Ende des Reschwegs

Beschreibung: Die Kapelle ist ein größerer gemauerter Bau mit einem offenen Vorraum, der rechts und links in Sitzhöhe mit einer Mauer begrenzt ist. Das vorgezogene Dach wird von zwei Holzpfeilern auf dieser Sitzmauer getragen. In der Mitte des Daches befindet sich ein kleiner gemauerter Glockenturm mit Glocke. Rechts und links befindet sich jeweils ein Fenster. Im Raum befinden sich zahlreiche fromme Gegenstände, darunter ein Kreuzifix, ein Abendmahlreliefbild und eine Heiligen Geist-Taube sowie als größtes und bedeutendstes eine Mutter Gottes-Statue mit Jesuskind. Diese hat ein Bekannter in schlechtem Zustand bei den Schwestern in der Dult gesehen und für diese Kapelle erbeten. Weiters fallen persönliche Bilder und Andenken der Familie auf. Darunter sind zwei große Gemälde rechts und links des Eingangs, die Explosionen im Krieg darstellen.

Die Marienstatue und vor allem das linke Bild weisen auf die Entstehung dieser Kapelle hin: Josef Resch überlebt im Krieg einen Angriff mit Granaten im letzten Moment in einem Schützengraben. Durch die Explosion wurde sein Kamerad zerfetzt und die Kapelle dort vollkommen zerstört. Allerdings blieb von dieser Kapelle die Marienstatue stehen. Dies war für Josef Resch ein Zeichen und er versprach, wenn er heil zurück kommt und genügend Geld dafür zusammengespart hat: “… bau ich Dir ein neues Haus.”
Da es wirtschaftlich nicht leicht war, hat es dann bis 1987 gebraucht, bis diese der dortigen Kapelle nachempfundene fertig war.

Errichtung: 1987

Heutiger Besitzer: Familie Grundner (Enkeltochter von Josef Resch)
Grundstücknummer: Gratkorn – KG Forstviertel (63216) 409/2

Letzte Renovierung: Nur die äußere Farbe wurde mit dem Wohnhaus der Familie abgestimmt

Erfassung:  1993 Donner für den Pfarrkalender, Hans Preitler, 2021 für die BUNW